Wie der Kapitalismus funktioniert und woran er scheitern wird

 

Für alle, die wissen wollen, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert.
In 13 Minuten die ganze Wahrheit leicht verständlich erkärt.
Und warum es auf Dauer nicht gutgehen kann.
Die Zeiten werden sich ändern…

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DIE LINKE. wirkt – Oder die Mär von der Verfassungsfeindlichkeit

„Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique `regieren` zu lassen.“
Die Flugblätter der Weißen Rose

1. Kapitalismuskritik (CDU)
 „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“ Präambel des Ahlener Programm vom 3. Februar 1947 der nordrhein-westfälischen CDU
http://de.wikipedia.org/wiki/Ahlener_Programm

2. Finanztransaktionssteuer (FDP/CDU/CSU)
„Als erster führender FDP-Politiker hat sich Landesvorsitzende der Partei Wolfgang Kubicki für eine Finanztransaktionssteuer notfalls auch nur in der Euro-Zone ausgesprochen.“
http://www.fr-online.de/wirtschaft/wolfgang-kubicki-fuer-transaktionssteuer-bei-boersensteuer-bekommt-roesler-gegenwind-aus-eigener-partei,1472780,11415194.html

„CSU-Chef Horst Seehofer fordert, dass die Euro-Länder eine Finanztransaktionssteuer auch im Alleingang einführen sollten, selbst wenn sich Großbritannien dagegen sperre.
http://www.wiwo.de/politik/europa/csu-chef-seehofer-finanztransaktionssteuer-muss-kommen/5862886.html
3. Mindestlohn (SPD/CSU)
„Fortschrittlich ist, wenn wir endlich erreichen, dass alle Arbeitnehmer von ihrem Lohn ein gutes und sicheres Leben führen können. Wer gut arbeitet, soll einen guten Lohn erhalten, deshalb Mindestlöhne. Und jeder soll für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten, unabhängig ob Mann oder Frau, Festangestellter oder Leiharbeiter.“
http://www.spd.de/Politik/8774/guter_lohn_fuer_gute_arbeit.html

„CDU und CSU haben sich auf ein Modell für Mindestlöhne in Branchen ohne geltende Tarifverträge geeinigt. Eine Arbeitsgruppe der Unionsfraktion im Bundestag einigte sich auf ein Verfahren zur Festlegung einer “tarifoffenen, allgemein verbindlichen Lohnuntergrenze”.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn314.html

4. Krieg/Auslandseinsätze (Grüne)
„Wir streben eine ökologische, soziale und solidarische sowie tolerante Weltordnung an, in der es keine wirtschaftlichen und weltanschaulichen Motive für die gewaltsame Austragung von Konflikten mehr gibt, in der jeder Militarismus geächtet wird und in der die erforderlichen Grundlagen für zivile, nichtmilitärische Formen der Konfliktbewältigung, der Rechtswahrung und der Friedenssicherung gegeben sind.“
http://www.boell.de/downloads/stiftung/1993_Grundsatzprogramm.pdf

5. Bedingungsloses Grundeinkommen (Piratenpartei)
„Der Parteitag der Piraten hat sich am Samstag in Offenbach für das sozialpolitische Modell eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ausgesprochen. Ein Antrag zur Aufnahme dieses Konzepts ins Parteiprogramm wurde nach heftiger Debatte mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit angenommen. Die Auszählung ergab eine Zustimmung von 66,9 Prozent.“
http://www.focus.de/politik/deutschland/bundesparteitag-piraten-wollen-grundeinkommen-fuer-alle_aid_690581.html

Schön, wie sich die etablierten Parteien bei grundsätzlichen Themen bei der verhassten Partei DIE LINKE.  bedienen und sie selbst immer wieder explizit auf deren utopischen Ziele und ihre vermeintliche Verfassungsfeindlichkeit hinweisen. In mancher Hinsicht, kann man die großen Parteien kaum noch voneinander unterscheiden, plötzlich wollen sie alle irgendwie “links” sein…

TUT DAS RECHTE, WÄHLT DIE LINKE. !

Weltweiter Aktionstag für Demokratie und Gerechtigkeit 12. Mai

Alle Initiativen und Bewegungen für Demokratie und soziale Gerechtigkeit planen am 12. Mai 2012 einen gemeinsamen weltweiten Protest.

 

Wir sind die 99 Prozent !

Die derzeitige Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen verdammt die große Mehrheit der Weltbevölkerung zu Armut oder tagtäglicher Unsicherheit. Zukünftigen Generationen wird ein Erbe aus Umweltrisiken und -problemen hinterlassen. Und all dies zum Vorteil von einigen wenigen. Wir fordern soziale Gerechtigkeit und weichen keinen Schritt zurück bei der Verteidigung unserer Rechte. Unsere Repräsentanten haben die Pflicht, unsere Bedürfnisse umzusetzen, sie müssen auf uns hören. Laßt uns am 12. Mai die Straßen in den den größten Lautsprecher der Welt verwandeln – denn wir sind die 99 Prozent. Wir sind keine Waren in den Händen von Politikern und Bänker.

Wir besetzen die Straße am 12. Mai.

Der Protest der Menschheit lässt sich nicht mehr aufhalten. Von China bis Argentinien erheben sich die Menschen für ihre Zukunft, für ihre Freiheit gegen Repression und staatliche Willkür.”

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Die Angst der Eliten vor dem Volk

„Wer die Berichterstattung der Mainstream-Medien verfolgt, muss unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass die Reaktionen der Finanzmärkte als objektiver Gradmesser für die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland herangezogen werden können. Die Süddeutsche Zeitung interpretiert den Kursrückgang des Euros zum Dollar in Höhe von einem Cent als „Rückkehr der Furcht“ und macht eine „Vertrauenskrise“ aus. Dies ist eine eigenwillige Interpretation, wenn man bedankt, dass der Euro bei seiner Einführung mehr als 40 Cent unter dem heutigen „Furchtkurs“ bewertet wurde. Der einst stolze SPIEGEL beklagt über sein Onlineportal „die Unsicherheit nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland“ und die „Furcht vor einem lang anhaltenden politischen Chaos“. Im gleichen pessimistischen Grundton orakelt die WELT, dass „die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland die Angst der Anleger vor einem Ende der Sparpolitik [schüren würden]“. Wie kaum anders zu erwarten sorgt sich auch die BILD um „unsere Ersparnisse“, die durch die Wahlen, bei denen „Chaos über Vernunft [siegte]“ nun mehr denn je gefährdet sind.

Der Publizist Paul Sethe:
„Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“.

Kann es jedoch auch sein, dass der Terminus „Finanzmärkte“ in diesem Kontext nur ein Synonym für die Meinung der „200 reichen Leute“, die „Eliten“, ist, die Sethe anführt? Es ist verständlich, dass diese „Eliten“ kein Interesse an einer höheren Besteuerung der Spitzeneinkommen haben, wie sie Hollande in seinem Wahlprogramm verspricht. Es ist auch verständlich, dass diese „Eliten“ die Umverteilung von Steuergeldern in ihre Taschen, die mit den angeblichen „Eurorettungsprogrammen“ garantiert werden, nicht durch eine griechische Regierung gefährdet sehen wollen, die sich diesem Irrsinn widersetzt. Ja, es ist sogar verständlich, dass diese „Eliten“ jeder Form von linker Politik, die sich gegen ihre Interessen stellt, ablehnt.

Wer in Deutschland linke Politik betreibt, wird von den Medien wahlweise ignoriert oder bekämpft. Ohne die massive Meinungsmache der Medien wäre die vorherrschende Politik, die sich gegen die Interessen des Volkes wendet und nur die Interessen der „Eliten“ bedient, wohl gar nicht möglich. Die beiden großen Philosophen Bert Brecht und Edmund Stoiber erkannten, dass „nur die dümmsten Kälber ihre Metzger selber [wählen]“. Seien wir doch froh, dass die französischen und griechischen Kälber nicht ganz so dumm sind wie ihre deutschen Artgenossen. Seien wir vor allem froh, dass unsere glorreichen Druckerzeugnisse im Ausland nicht gelesen werden und ihre manipulative Wirkung trotz Schengen an der Landesgrenze haltmacht.“

Quelle und gesamter Text: http://www.nachdenkseiten.de/?p=13158

45 Min – Schmutzige Schokolade: Dokumentation & Die gute Schokolade u. a. bei der dm-drogerie

“Die meisten Menschen lieben Schokolade. Die Hälfte aller Schokolade weltweit wird von Europäern gegessen. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr – das sind 15 Milliarden Tafeln Schokolade. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa elf Kilogramm davon im Jahr. Jedoch ist Schokoladeessen vielleicht kein so harmloses Vergnügen wie man glaubt – vor allem nicht für Kinder in Afrika.

Hilfsorganisationen verdächtigen die Schokoladenindustrie, von Kinderhandel und Kinderarbeit in Afrika zu profitieren und damit Straftaten zu verschleiern. Der investigative Journalist und Filmemacher Miki Mistrati ist diesem Verdacht nachgegangen. Er ist mit seinem Kameramann nach Westafrika gereist, nach Mali und von dort weiter an die Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzenten von Kakaobohnen. Eine gefährliche Reise, erst vor wenigen Jahren wurde dort ein Journalist bei einer ähnlichen Recherche entführt und ist bis heute nicht aufgefunden worden.

Miki Mistrati drehte daher oft mit versteckter Kamera. Er führte aber auch offen Interviews mit Menschen, die wissen müssten, was vorgeht, zum Beispiel mit dem größten Kakao-Exporteur der Elfenbeinküste und mit einem Staatssekretär, zuständig für den Kampf gegen Kinderhandel. Beide bestanden darauf, dass es keinen Kinderhandel und keine Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen gäbe. Miki Mistrati beweist aber das Gegenteil. Er fand mithilfe Einheimischer geflohene Opfer, er ging auf die Plantagen, fand dort kleine Jungen bei der Arbeit, er traf einen Polizisten von Interpol, der gerade eine Razzia geleitet hatte, bei der 65 Kinder befreit wurden, die auf den Kakaoplantagen als Sklaven arbeiten mussten.”

Quelle: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/start291-epgdetail_sid-1192495.html

Video: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten257.html

Natürlich gibt es auch Schokolade, die man mit guten Gewissen essen kann. Ganz neu auf dem Markt gibt es “Die gute Schokolade”. Diese kann online bestellt oder bei dm gekauft werden. Die Schokolade ist aus Bio-Kakaobohnen, die zu fairen Preisen an den den Schokoladenhersteller verkauft werden. Das garantiert das Fairtrade-Zertifikat. Zusätzlich wird die Schokolade klimeneutral hergestellt, d. h. pro 1000 Tafeln wird ein Baum gepflanzt. Mir persönlich schmeckt die Schokolade sehr gut und hat einen feinen Schmelz. Letzteres muss natürlich jeder für sich entscheiden.

Fair naschen: „Die Gute Schokolade“ von Plant-for-the-Planet bei dm-drogerie markt

Karlsruhe/Tutzing, 13. April 2012. „Die Gute Schokolade“ heißt das nachhaltige Produkt der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet, mit dessen Kauf dm-Kunden den Klimaschutz unterstützen können. Heute beginnt der Verkauf der fair gehandelten und klimaneutral hergestellten Milchschokolade in den ersten der bundesweit mehr als 1.300 dm-Filialen. Nach dem Start bei dm bieten weitere Händler wie tegut und Tengelmann die Schokolade an.
 
„Wir freuen uns, mit dm einen Partner zu haben, der unseren Einsatz für den Klimaschutz nachhaltig unterstützt“, sagt Frithjof Finkbeiner, Vater von Felix Finkbeiner, dem Gründer von Plant-for-the-Planet. „Uns begeistert der Einsatz der Schüler für ihre Initiative Plant-for-the-Planet, deren Idee gut zu unserem nachhaltigen Engagement passt“, erklärt Erich Harsch, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung, den Grund für die Zusammenarbeit. Erst im November hatte Schauspieler Hannes Jaenicke beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Erich Harsch und Felix Finkbeiner miteinander bekanntgemacht.
 
„Kinder-Schokoladen-Aktion“ bei dm in München-Pasing
 
Plant-for-the-Planet hat mit dem Hersteller und den beteiligten Händlern vereinbart, dass ein Teil des Verkaufserlöses der Schokolade der Initiative zufließt, um weltweit weiter Bäume für eine Klimaverbesserung pflanzen zu können. Deshalb wollen die beteiligten Kinder auf ihr Produkt aufmerksam machen. Anlässlich des dreitägigen Jahrestreffens von rund 80 deutschen Botschaftern von Plant-forthe-Planet wird der dm-Markt im Einkaufscenter Pasing-Arcaden in München daher am Samstag, 21. April 2012 gegen 11.30 Uhr Schauplatz einer Generalprobe für eine „Kinder- Schokoladen-Aktion“, die anschließend in vielen deutschen Städten stattfinden soll.
 
Eine richtige Kinderschokolade
 
„Die Gute Schokolade“ bietet zum einen vollen Schokoladengenuss. Zum anderen können Kunden die Schokolade mit einem guten Gefühl naschen, weil sie damit nachhaltig Gutes tun. Mit einem Teil der Einnahmen werden Bäume gepflanzt, mit einem anderen Teil der Spenden unterstützt Plant-for-the- Planet soziale Projekte, um die Lebensbedingungen der Kakaobauern zu verbessern. „Wir möchten, dass die Kinder der Kakaobauern zur Schule gehen können, anstatt für uns Kakaobohnen zu pflücken. Damit ist unsere Schokolade eine richtige ‚Kinderschokolade’“, sagt Felix Finkbeiner. Die Idee zu dieser ökologisch wertvollen Versuchung hatten Kinder der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet. Das ist auch der Grund, warum „Die Gute Schokolade“ noch kein Bio-Produkt ist. Bei den Verkostungen
hatten die Bio-Proben den beteiligten Kindern nicht geschmeckt. „Wir arbeiten aber daran, dass wir nicht nur faire, sondern auch Bio-Schokolade anbieten können“, kündigt Felix Finkbeiner an. Plant-for-the-Planet – Schülerinitiative für den Klimaschutz Weltweit engagieren sich bei Plant-for-the-Planet bereits mehr als 100.000 Kinder in 193  Ländern. Sie wollen bis zum Jahr 2020 für den CO2-Ausgleich 1.000 Milliarden Bäume pflanzen und so die Folgen
der Klimakrise abmildern. Die Schülerinitiative wurde im Jahr 2007 ins Leben gerufen und geht zurück auf einen Schulvortrag des damals neunjährigen Felix Finkbeiner zum Thema Klimakrise. dm-drogerie markt hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen händlerischen Erfolg für ein breites bürgerschaftliches Engagement zu nutzen, dass „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zum Ziel hat. Für eine gemeinsame Initiative mit der Deutschen UNESCO-Kommission erhielt dm im November den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.
 
 
Weitere Informationen:
dm-drogerie markt, Herbert Arthen
Tel.: (07 21) 55 92 11 95, Fax: (07 21) 6 25 14 90
E-Mail: herbert.arthen@dm.de
www.dm.de
 
Quelle: http://www.dm.de/cms/servlet/segment/de_homepage/presse/pressemitteilungen/161942/pi-gute-schokolade.html;jsessionid=F06D7C54A87E04BC5169A9DC880A4E22

Die Schokolade ist bereits im Handel in den folgenden Läden erhältlich: Akzenta, dm Drogeriemarkt, Kaufland, Rewe Dortmund, tegut und Tengelmann Süd und ab Mitte Mai auch in Österreich bei Kastner und Nah und Frisch. Unten eine Karte, mit allen Filialen! Weitere Läden folgen. (siehe hier die Liste aller Interessenten). Natürlich kannst du die Schokolade auch direkt in unserem Online-Shop kaufen. Wir haben viel vor mit der Schokolade und haben schon tolle Ideen entwickelt, wie du dich mit deinen Freunden beteiligen kannst. Einfach weiterlesen klicken und mehr erfahren!

Quelle: http://www.plant-for-the-planet.org/de/node/767

“Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet bringt mit „Die Gute Schokolade“ ein Produkt auf den Markt, das fair gehandelt und klimaneutral hergestellt ist. Die Milchschokolade wird in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Schokoladenhersteller Chocolats Halba produziert und voraussichtlich ab Ende März im Handel erhältlich sein. Die Schokolade verspricht nicht nur Genuss mit reinem Gewissen, sondern macht vor, was die Kinder als Zukunftsvision den Süßwarenherstellern wie auch den Herstellern anderer Produkte nahelegen: Durch die Abgabe einer „Future Fee“ für die Produkte, die sie produzieren, können Unternehmen den Kindern ermöglichen, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und Bäume zu pflanzen.

Genießen mit gutem Gewissen

Die Idee zu dieser Schokolade hatten die Kinder von der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet. Weltweit engagieren sich inzwischen bereits mehr als 100.000 Kinder in fast 200 Ländern. Ihr Ziel ist es, bis 2020 1.000 Milliarden Bäume für einen CO2-Ausgleich zu pflanzen und damit die Folgen der Klimakrise abzumildern. Jeder Baum kann durchschnittlich 10 kg CO2 pro Jahr binden.

Zusammen mit dem Schweizer Schokoladenhersteller Chocolats Halba konnten die Kinder ihre Vorstellung in die Realität umsetzen. Nun bringen sie diese besondere Schokolade auf den Markt, die die Werte verkörpert, für die sie sich einsetzen: Das Produkt ist fair gehandelt und wird klimaneutral produziert.

Die Menge an CO2, die bei der Herstellung und beim Transport erzeugt wird, wird kompensiert: Eine Tafel dieser Schokolade verursacht von der Kakaobohne bis hin zum Transport zum Endverbraucher ca. 300g CO2. Chocolats Halba pflanzt für 1.000 Tafeln Schokolade einen Baum, der während seines gesamten Lebens ca. 300 kg CO2 binden kann. Somit ist die Produktion dieser Schokolade insgesamt CO2-neutral.

Für das Fair Trade Produkt bezieht Chocolats Halba die Kakaobohnen ausschließlich aus Fair Trade Kooperativen. Mit den Mehreinnahmen aus dem Fair Trade Handel werden soziale Projekte für die Kakaobauern finanziert, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

„Denn wir möchten, dass die Kinder der Kakaobauern zur Schule gehen können, anstatt für uns Kakaobohnen zu pflücken. Damit ist unsere Schokolade eine richtige ‚Kinderschokolade’“, sagt Felix Finkbeiner, der Gründer von Plant-for-the-Planet.”

Quelle: http://www.plant-for-the-planet.org/de/press

Link zur Bestellung: http://www.globalmarshallplanshop.org/de/prod/111/Die_Gute_Schokolade_14_Tafeln_mit_je_100g__fairtrade_und_klimaneutral

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RP – 04.05.2012: “TV-Runde zur NRW-Wahl” und sonstige RP-Wahlberichterstattung

Leserbrief:

Danke, dass Sie die Die Linke aus Ihrer täglichen Wahlberichterstattung weitestgehend heraushalten oder wechselweise systematisch verballhornen (ehemalige SED-Partei, Altkommunisten, Utopisten, etc.) und somit eigentlich von einer Schuld für alles Bisherige entbinden. Es wird Zeit, dass die etablierten Parteien noch mehr so rumfuhrwerken wie bisher, um den sozialen Unfrieden weiter zu befeuern. Der Stammtisch wünscht sich ja gerne auch hier französische Verhältnisse, wenn es um Demonstrationen und Streiks oder das wutbürgerliche Begleiten ungerechter Zustände geht. Diese Zeit wird kommen, aber erst wenn es der Mittel- und Unterschicht noch weitaus schlechter geht als jetzt.

Ich bin immer wieder verwundert, wie sich gerade aus der Mittelschicht immer noch so viele Menschen als Verteidiger der oberen Zehntausend entblöden und über offensichtlich sinnvolle Maßnahmen gegen leere öffentliche Kassen (Finanztransaktionssteuer, Millionärsteuer) wettern…

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Hintergrund aus dem Jahr 2008: Uranwaffen – Das größte Kriegsverbrechen unserer Zeit

Die Bitte über Uranwaffen zu berichten ist bei ARD & ZDF vollkommen ignoriert worden. Lediglich die Sendung Monitor hat auf meine Anfrage geantwortet. Allerdings ist es eine Standard-Antwort ohne jeden Bezug auf die gestellte Anfrage. Man verweist auf die Vielzahl eingereichter Beiträge und dass man eine Auswahl treffen müsse.

Zusätzlich habe ich die Redaktion der Zeitschrift Hintergrund angeschrieben, ob nicht wenigstens sie über Uranwaffen berichten könne. Um so mehr hat mich die Antwort erstaunt, dass die Zeitschrift im Jahr 2008 über diese Thematik geschrieben hat.

Für eine der nächsten Ausgaben wird ein weiterer Bericht über abgereichertes Uran in Aussicht gestellt. Bis dahin ist der Artikel aus dem Jahr 2008 von Frieder Wagner nachfolgend im Wortlaut. Ich bedanke mich für die Genehmigung diesen Beitrag komplett übernehmen zu dürfen.

“Von FRIEDER WAGNER, 17. Oktober 2008:

Nach Hiroshima und Nagasaki sollten die Menschen eigentlich erkannt haben, was für eine furchtbare Katastrophe sie ausgelöst hatten. Eindringlich mussten sie erfahren, dass die ionisierende Strahlung dieser Bombe ganz schnell das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

Die Erkenntnis führte allerdings nicht zu einem generellen Verbot, sondern zum so genannten Gleichgewicht des Schreckens durch die Atom- und Wasserstoffbomben. Die entsetzliche Gewissheit der gegenseitigen Vernichtung wurde zu einer vagen Garantie der Nichtanwendung dieser tödlichen Waffen. Während dieser Zeit stieg jedoch weltweit die Leukämierate bei kleinen Kindern beängstigend an. Und sie sank erst wieder auf normalere Werte, als sich die Großmächte darauf geeinigt hatten, die oberirdischen Atombombenversuche einzustellen. 1

Zur gleichen Zeit hatte man damit begonnen, in allen Industrienationen Atomkraftwerke und Schnelle Brüter zu bauen. Der Bevölkerung erzählte man, damit sauberen Strom zu erzeugen. Die Wiederaufbereitung der Brennstäbe für die Atomkraftwerke sei ein ewiger Kreislauf, von hochradioaktivem Müll sprach man ungern.

Die Katastrophe von Tschernobyl hätte die Anhänger dieser Technik eigentlich zu besseren Erkenntnissen führen müssen. Viele werden sich nach Tschernobyl noch an die Bilder von missgebildeten Kindern und Tieren erinnern, die nach dieser Katastrophe geboren wurden: Babys ohne Augen, ohne Beine und Arme, Tiere mit fünf Beinen oder zwei Köpfen, Babys, die ihre inneren Organe in einem Hautsack außen am Körper tragen. All diese armen Kreaturen lebten unter entsetzlichen Schmerzen nur wenige Stunden.

Solche furchtbaren Missbildungen musste ich wieder sehen, als ich für einen Fernsehfilm und später für einen Kinodokumentarfilm den Irak, Serbien, Bosnien und den Kosovo besuchte. Die Ursache für solche Missbildungen und für hoch aggressive Krebserkrankungen und Leukämien in diesen Ländern ist heute aber nicht mehr die Tschernobyl-Katastrophe, sondern die Anwendung von Uranmunition und -bomben durch die alliierten Streitkräfte in den vergangenen Kriegen.

Uranmunition und Uranbomben (depleted uranium, kurz „DU“) sind die furchtbarsten Waffen, die heutzutage in Kriegen eingesetzt werden, weil sie die Menschheit unweigerlich in einen Abgrund führen. Eine der Folgen von Uranwaffen ist, dass es bei Mensch und Tier zu Chromosomenbrüchen kommt und so der genetische Code verändert wird. Das ist seit Jahrzehnten eine wissenschaftliche Tatsache, und der amerikanische Arzt Dr. Hermann Joseph Muller hat für diese Erkenntnisse bereits 1946 den Nobelpreis bekommen.2

Trotzdem haben die alliierten Streitkräfte in den vergangenen fünf Kriegen so getan, als würde es diese Tatsache nicht geben: 1991, im ersten Irakkrieg, haben sie mindestens 320 Tonnen dieser Uranmunition eingesetzt. Aus einer vertraulichen Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums wissen wir inzwischen, dass nach ihren Erkenntnissen schon die Anwendung von 40 Tonnen dieser Uranmunition zu 500.000 Nachfolgetoten führt und zwar durch die danach entstehenden hoch aggressiven Krebstumore und durch Leukämien.3

Als die alliierten Streitkräfte 1994/95 im Bosnienkrieg die Stadt Hadzici, 12 Kilometer von Sarajevo entfernt, mit GBU 28 Uranbomben angriffen, ahnten die Serben, dass die Bevölkerung durch die Bombardierung – womöglich durch das Einatmen des entstandenen “Bombenrauch-Gases” – einer Kontamination ausgesetzt sein könnte. Sie siedelten daraufhin 3500 Einwohner der Stadt in die nicht gefährdete Bergregion von Bratunac um. Aber es war zu spät, denn viele Menschen waren schon verseucht. Von den 3500 Evakuierten starben in den nächsten 5 Jahren 1112 an aggressiven Krebserkrankungen und Leukämien – das heißt, fast ein Drittel der Umgesiedelten. Unter der eigentlichen Bevölkerung von Bratunac gab es dagegen keinen Anstieg solcher Krebserkrankungen. Der britische Journalist Robert Fisk schrieb darum zu Recht im „Independent“: „Man hätte auf die Grabsteine dieser Menschen schreiben können: Gestorben an den Folgen von Uranmunition.“4

Regierungsorganisationen wollen oder können nicht

Nun könnte man an dieser Stelle fragen: Was sagt eigentlich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu diesem Problem? Als das so genannte Golfkriegs-Syndrom und später das Balkan-Syndrom im Januar 2001 noch einmal groß Schlagzeilen machte, begnügte sich die WHO damit, eine vier Seiten lange Ausarbeitung zu veröffentlichen, die angeblich alles Wesentliche zu diesem Thema zusammenfasst. Doch dieser Text sollte vor allem die Öffentlichkeit beruhigen, er enthält nur sehr allgemeine Informationen. Wo er genauer wird, ergeben sich Widersprüche zum aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Es heißt dort, die Strahlung –sofern sie überhaupt auftrete – überschreite nicht die zulässigen Grenzwerte: „Aus wissenschaftlicher Sicht erscheint es wenig wahrscheinlich, dass unter dem Militärpersonal im Kosovo eine erhöhte Leukämieanfälligkeit durch Kontakt mit DU nachzuweisen ist.“5

Warum diese Zurückhaltung? Recherchiert man ein wenig, erfährt man sehr schnell, dass die Weltgesundheitsorganisation 1959 mit der Internationalen Atomenergiekommission (IAEO) ein Abkommen geschlossen hat, das ihr die Befassung mit Fragen von Strahlung und Gesundheit nur mit Zustimmung der IAEO gestattet. In diesem Abkommen heißt es: „Wenn eine der beiden Parteien eine Aktivität oder ein Programm in einem Bereich beginnen will, der für die andere Partei von Interesse ist oder es sein könnte, wird sie die andere Partei konsultieren, um die betreffende Frage einvernehmlich zu regeln.” 6

Genau diese Verpflichtung auf eine „einvernehmliche Regelung“ erlaubt es der IAEO seither, fast alle Bemühungen der WHO zu unterbinden, mögliche Zusammenhänge von Strahlung und Erkrankungen in der Bevölkerung zu untersuchen.

Was macht diese Uranwaffen für Mensch und Natur so gefährlich?

Uranwaffen werden aus abgereichertem Uran hergestellt. Abgereichertes Uran, englisch Depleted Uranium, ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Wenn man aus Natur-Uran Brennstäbe herstellt, fallen viele Tonnen abgereichertes Uran an. Diese vielen Tonnen sind zwar als Alphastrahler nur schwach radioaktiv, müssen aber entsprechend entsorgt und bewacht werden und das kostet Geld, viel Geld. Dieses abgereicherte Uran, das als Schwermetall wie Blei auch noch hochgiftig ist, hat eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren. Das heißt, diese radioaktive Zeitbombe haben wir ewig und inzwischen gibt es weltweit davon etwa 1,2 Millionen Tonnen und es werden täglich mehr.

Es stellte sich alsbald die Frage: Wie wird man dieses radioaktive und hochgiftige Zeug wieder los? Da entdeckten die Waffenentwickler der Militärs, dass dieses Metall als Abfallprodukt sehr billig zu haben ist und für militärische Zwecke zwei ausgezeichnete Eigenschaften besitzt: Formt man dieses Metall zu einem spitzen Stab und beschleunigt ihn entsprechend, dann durchdringt er aufgrund seines enormen Gewichtes – fast doppelt so schwer wie Blei – Stahl und Stahlbeton, es wirkt wie heißes Eisen in einem Stück Butter. Dabei entsteht an diesem abgereichertem Uranmetallstab ein Abrieb, der sich bei der enormen Reibungshitze von Temperaturen zwischen 3000 – 5000 Grad Celsius selbst entzündet.

Das heißt, wenn sich ein solches Geschoss in Sekundenbruchteilen durch einen Panzer schweißt, entzündet sich das abgereicherte Uran und die Soldaten in dem Panzer verglühen. 2-3 Sekunden später explodiert dann die im Panzer befindliche Munition und das Fahrzeug wird so völlig zerstört. Wegen dieser beiden Eigenschaften: Stahl wie Butter zu durchdringen und die Fähigkeit sich selbst zu entzünden und so wie ein Sprengstoff zu wirken, ist das Abfallprodukt „abgereichertes Uran” heute bei den Militärs so beliebt.

Das ist aber noch nicht alles: Bei den hohen Temperaturen von bis zu 5000 Grad Celsius verbrennt das Urangeschoss zu keramisierten Nano-Partikelchen von einer Größe, die 100 Mal kleiner sind als ein rotes Blutkörperchen. Das bedeutet, es entsteht praktisch ein Metallgas und dieses Metallgas ist weiterhin radioaktiv und hochgiftig. 7

Auch amerikanischen Militärwissenschaftlern ist inzwischen die Tatsache bekannt, dass diese Nano-Partikelchen – eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen – im menschlichen oder tierischen Körper überall hinwandern können: In sämtliche Organe, ins Gehirn, in die weiblichen Eizellen und in den männlichen Samen. 8

Schon 1997 wurde bei 5 von 25 amerikanischen Veteranen, die seit dem 1. Golfkrieg Uranfragmente im Körper hatten, abgereichertes Uran im Sperma festgestellt. Überall, wo sich dieses Uran ablagert, kann es dann – und das ist wissenschaftlich einwandfrei bewiesen – zu folgenden Krankheitsbildern kommen:

- einem Zusammenbruch des Immunsystems wie bei Aids mit ansteigenden Infektionskrankheiten,

- schweren Funktionsstörungen von Nieren und Leber,

- hoch aggressiven Leukämien und anderen Krebserkrankungen,

- Störungen im Knochenmark,

- sowie genetischen Defekten und Missbildungen mit Aborten und Frühgeburten bei Schwangeren, wie wir es auch schon nach der Tschernobyl-Katastrophe gesehen haben. 9

Die weltweit anerkannte Wissenschaftlerin Rosalie Bertell, die auch schon in Atomfragen die Bundesrepublik Deutschland beraten hat, sagt deshalb: „Es ist wissenschaftlich unbestritten, dass das abgereicherte Uran beim Verbrennen bei Temperaturen bis zu 5000 Grad Celsius einen unsichtbaren gefährlichen Metallrauch erzeugt. Dies allein stellt eine Verletzung des Genfer Protokolls für das Verbot des Gebrauchs von Gas im Krieg dar, denn Metallrauch entspricht juristisch einem Gas.“10

Und Rosalie Bertell ist sich mit anderen renommierten Wissenschaftlern wie dem Amerikaner Prof. Asaf Durakovic, den deutschen Professoren Dr. Siegwart-Horst Günther und Dr. Albrecht Schott, der kanadischen Geophysikerin Leuren Moret und dem Amerikaner Lennard Dietz – um nur einige wenige zu nennen – darüber einig: Allein im Irak, wo im Krieg 2003 noch einmal fast 2000 Tonnen Uranmunition bzw. -bomben eingesetzt wurden, werden in den nächsten 15-20 Jahren ca. 5-7 Millionen Menschen – Männer, Frauen und Kinder – an den Folgen der Anwendung dieser Uranwaffen sterben. Das wäre ein neuer Holocaust.

Die für diesen illegalen, völkerrechtwidrigen Krieg Verantwortlichen, der amerikanische Präsident George W. Bush und der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, gehören beide aufgrund dieser Kriegsverbrechen eigentlich vor ein Kriegsverbrechertribunal wie dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Schon der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan hat 2003 den Irakkrieg für illegal, also für völkerrechtswidrig erklärt. Und auch das deutsche Bundesverwaltungsgericht hat diesen Krieg 2005 als völkerrechtswidrig eingestuft. Trotzdem hörte man aus Den Haag nichts, obwohl in diesem Angriffskrieg nach Angaben der unabhängigen amerikanisch-irakischen “Lancet-Studie” bis 2006 schon 600.000 zivile Opfer, die meisten von ihnen durch US-Truppen getötet, zu beklagen sind. Und das ebenfalls unabhängige britische Institut ORB ermittelte in diesem Jahr, dass bis heute im Irak über eine Million Menschen ums Leben kamen. Darüber hinaus wurden eine Million verletzt und fast 5 Millionen sind auf der Flucht.

Durch die Anwendung dieser Uranmunition und -bomben sind im Irak, im Kosovo und natürlich auch in Afghanistan heute inzwischen ganze Regionen wegen radioaktiver und hochgiftiger Kontaminationen nicht mehr bewohnbar. Dies wurde vor wenigen Monaten durch eine Veröffentlichung der irakischen Presseagentur bestätigt. Danach haben Untersuchungen von irakischen Wissenschaftlern festgestellt, dass durch die Bombardierung der Alliierten mit Uranbomben im Krieg 1991 und 2003 im Irak heute 18 Regionen nicht mehr bewohnbar sind und die Bevölkerung deshalb dort evakuiert werden muss.11

Darüber berichtet keine der üblichen Zeitungen und auch in die TV-Medien schweigen: „Uranmunition und die Folgen“ ist ein Tabuthema geworden. Denn nicht die viel beschworene Klimakatastrophe ist heute die unbequemste Wahrheit, nein: Die unbequemste Wahrheit sind die Folgen der Uranmunition. Ich prognostiziere hier an dieser Stelle, und bin da mit vielen unabhängigen Wissenschaftlern weltweit einig, dass von den Tausenden eingesetzten deutschen Soldaten im Kosovo und in Afghanistan – und das gilt natürlich für alle anderen Soldaten auch – etwa 30% durch Uranmunition kontaminiert nach Hause zurückkommen werden. Und diese jungen Soldaten werden alle mit ihren Ehefrauen Kinder zeugen und werden, ohne es zu wissen, ihre Kontamination an ihre Kinder und Kindeskinder weitergeben, mit allen furchtbaren Folgen: Missbildungen, Immunschwäche, Leukämie und Krebstumore.

Man darf nicht glauben, dass das Problem gelöst wäre, wenn all diese kontaminierten Soldaten eines Tages tot wären – nein: Ihre Kinder und Kindeskinder werden den deformierten genetischen Code weitergeben an ihre Kinder und Kindeskinder. Wie bei einer Epidemie und wir werden nichts dagegen tun können.12

Die Bundesregierung lügt

Die Bundestagsfraktion Die Linke hat im Frühjahr 2008 eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt mit einem Fragenkatalog zu den Folgen des Einsatzes der Uranmunition. Diese Fragen hat der Staatsminister Gernot Erler von der SPD im Namen der Bundesregierung beantwortet. Eine der Fragen lautete, ob der Bundesregierung Erkenntnisse über den Einsatz von Uranmunition in Afghanistan seit 2001 vorliegen und ob man entsprechend die Soldaten informiert hat?

Der Staatsminister Gernot Erler antwortete dazu wörtlich: „Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu möglichen Einsatzorten bzw. -zeiten von Munition mit abgereichertem Uran in Afghanistan seit 2001 vor.“ Und er fährt dann fort: „Der Bundesregierung wird ein Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran nicht angezeigt. Eine Informationspflicht hierzu besteht nicht.“

Wie muss man dann aber eine Anweisung verstehen, die in Kopie vorliegt und die als „VS – VERSCHLUSSACHE – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH” deklariert ist? Sie stammt aus dem Verteidigungsministerium, ist mit der Jahresangabe 2003 datiert und trägt den Titel „Leitfaden für Bundeswehrkontingente in Afghanistan“.

Dort heißt es auf Seite 25 unter „1.3.3 Gefährdung durch DU-Munition“: Bei der Operation „Enduring Freedom“ zur Unterstützung der Nordallianz gegen das Taliban-Regime wurde durch US-Kampfflugzeuge u. a. auch panzerbrechende Brandmunition mit DU-Kern eingesetzt.

Beim Einsatz dieser Munition gegen Hartziele (z.B. Pz, Kfz) entzündet sich das Uran auf Grund seiner pyrophoren Wirkung. Bei der Verbrennung entstehen besonders an

und in den Zielen sesshafte toxische Stäube, die jederzeit aufgewirbelt werden können.

DU-Munition kann deshalb bei ungeschütztem Personal toxische und radiologische

Schädigungen hervorrufen:

+ Gefahr einer Schwermetallvergiftung

+ Gefahr durch sehr schwachen radioaktiven Strahler (… usw.usw)

Dieses Papier beweist, dass Staatsminister Gernot Erler das Parlament, den Parlamentspräsidenten und das Volk belogen hat, wenn er sagt, „der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu möglichen Einsatzorten von Uranmunition in Afghanistan seit 2001 vor“.

Welche Schlüsse müssen wir daraus ziehen, dass uns Politiker derart belügen?

Die Gefahren der Uran-Munition sind der Bundesregierung seit dem Golf-Krieg von 1991 und dem Kosovo-Krieg 1999 öffentlich zugänglich und bekannt, auch den damaligen und heutigen Politikern. Wer darum 2003 für den Golfkrieg gestimmt hat, stimmte nicht nur für einen völkerrechtswidrigen Krieg, er stimmte damit auch wissentlich und willentlich für das Kriegsverbrechen der Uranmunition. Hochrangige Persönlichkeiten und Politiker, die heute in der Regierungsverantwortung stehen, haben sich 2003 für diesen Golfkrieg ausgesprochen. Sie können sich nun nicht darauf zurückziehen, von der zwangsläufigen Verwendung von Uranmunition und den Folgen nichts gewusst zu haben. Und sie werden sich für die Folgen eines Tages verantworten müssen.

So wie es der amerikanische Wissenschaftler John W. Gofman, der an der Entwicklung der Hiroshimabombe mitgearbeitet hatte und der auch Arzt war, schon 1979 – nachdem er die verheerende Folgen der niedrigen Alpha-Strahlung erkannte – gefordert hat. In einem Offenen Brief von 1979, also lange bevor über abgereichertes Uran und dessen Folgen diskutiert wurde, schrieb Gofman:

“Ich denke, dass mindestens 100 Wissenschaftler, die sich mit den biomedizinischen Aspekten der Niedrigstrahlung beschäftigt haben – mich, Gofman, eingeschlossen – Kandidaten für ein Nürnberg ähnliches Gericht sind, da sie und ich mit ihrer großen Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben. Denn jetzt, wo die Gefahren niedriger Alpha-Strahlung bekannt sind, ist dies nicht mehr nur ein Experiment, das wir gemacht haben, sondern Mord.“13

Wenn sich die Bundesregierung heute als Freund der amerikanischen Regierung bezeichnet, dann sollte sie – gerade als Freund – den Mut haben, einem Verbündeten zu sagen, dass er mit dem Einsatz solcher Uranwaffen nicht nur einen irreparablen Fehler an Mensch und Umwelt begeht, sondern ein Kriegsverbrechen. Ein solches Kriegsverbrechen muss entsprechend geahndet werden, auch und gerade von unserer Regierung. Denn die neuere und insbesondere die unabhängige Forschung hat hinreichend Beweise erbracht, dass Menschen, die durch Uranaerosole abgereichertes Uran aus solchen Waffen in ihren Körper aufgenommen haben –seien es Soldaten oder Zivilbevölkerung, aber eben vor allem Kinder und Jugendliche – einer schweren Gefährdung ihrer Gesundheit und ihres Lebens ausgesetzt sind, und zwar über viele Generationen. Das trifft besonders im Irak, in Afghanistan, im Kosovo und in Serbien zu, aber auch inzwischen weltweit, da diese Aerosole mit den atmosphärischen Winden um die ganze Erde getragen werden können.14

Das alleine reicht aus, um von den Regierungen der Welt, also in der UN und im UN-Sicherheitsrat, aber natürlich auch im Bundestag ein Verbot des Einsatzes von Uranwaffen zu fordern. Denn keine Macht dieser Welt hat das Recht, auf ihren selbst gewählten Kriegsschauplätzen ganze Regionen unbewohnbar zu machen und die Menschen noch lange nach Beendigung der Kriegshandlungen zu vergiften und zu töten. In der Urteilsbegründung des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals heißt es darum zu Recht: „Die Entfesselung eines Angriffskrieges ist das größte internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur dadurch unterscheidet, dass es in sich alle Schrecken vereint.“

Bundesregierung und Bundestagsabgeordneten sollte deshalb durch entsprechende Ansprache, Briefe, E-Mails klar gemacht werden, welche Verantwortung sie tragen, wenn sie weiter Soldaten z. B. nach Afghanistan und in das Kosovo schicken. Ihnen muss klar sein, dass sie die Verantwortung tragen, wenn diese Soldaten tot, verletzt oder durch die Folgen des Einsatzes von Uranwaffen kontaminiert nach Hause kommen. Sie müssen wissen, dass sie zur Verantwortung gezogen werden können, wenn diese Soldaten eines Tages krank werden und missgebildete Kinder durch sie geboren werden. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und dieser Erde.

Frieder Wagner ist Journalist, Filmemacher und zweifacher Grimme-Preisträger. Sein selbstfinanzierter Dokumentarfilm zum Thema Uranmunition „Deadly Dust – Todesstaub“ wird bei Veranstaltungen oder auch in Kinos gezeigt. Ein Filmverleih, der die Verbreitung auch finanziell unterstützt, hat sich bis heute nicht gefunden.

Quellen:

1 Helen Caldicott: The New Nuclear Danger, 2002

2 http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761567028/ Hermann_Joseph_Muller.html

3 Robert James Parsons in “Le Monde Diplomatique” vom 16.02.2001

4 Robert Fisk im brit. Independent: “Died of Depleted Uranium”, 13. 01. 2001

5 “Fact Sheet Nr. 257″, 12. Januar 2001, Weltgesundheitsorganisation Genf http://www.who.int/inf-fs/en/fact257.html

6 Vertrag zwischen der Internationalen Atomenergie-kommission und der Weltgesundheitsorganisation, angenommen von der 12. WHO-Generalversammlung am 28. Mai 1959 in der Resolution WHA 12.40. Siehe Organisation mondiale de la santé, “Documents fondamentaux”, 42. Aufl., Genf (WHO) 1999.

7 http://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/puma/radio/Uran_ Munition.html

8 Miller, A. C., et al. Observation of radiation-specific damage in human cells exposed to depleted uranium: Dicentric frequency and neopla- stic transformation as endpoints. Radiol. Protection Dosimetry 99(1–4):275–278, 2002

9 Prof. Siegwart-Horst Günther: Neues Deutschland v.28.10.91, Dziennik Polski v. 31.10.91, Neues Deutschland v. 3.4. u. 16.7.92

10 International Journal of Health Services, Volume 36, Number 3, Pages 503-520, 2006

11 http://www.schweizmagazin.ch/news /336/ARTICLE/1911/2008-01-03.html

12 Rosalie Bertell: “The Hazards of Low Level Radiation”, http://www.ccnr.org/bertell_book. html)

13 J. W. Gofman 1990 in: “Radiation Induced Cancer from Low-Dose Exposures” und in einem offenen Brief von 1979 an Fachkollegen: Letter of Concern, May 11, 1999 – University of California, Berkeley

14 Rosalie Bertell: “The Hazards of Low Level Radiation”, http://www.ccnr.org/bertell_book. html”

Quelle: http://www.hintergrund.de/20081017284/globales/kriege/uranwaffen-das-groesste-kriegsverbrechen-unserer-zeit.html

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